SPD OV SG Schwarmstedt

Schwarmstedter SPD und Grüne fordern Glyphosat-Verzicht auf Flächen der Samtgemeinde

„Wir wollen zugunsten der Gesundheit unserer Bevölkerung schon jetzt ein positives Zeichen setzen und beantragen den Verzicht der Anwendung von Glyphosat auf den Flächen der Samtgemeinde Schwarmstedt ab dem 01. April 2018“, so Gruppenvorsitzender Jürgen Hildebrandt von der Samtgemeinde - Gruppe SPD und Bündnis 90 / die Grünen. „Mit diesem Beschluss wollen wir gemäß dem Vorsorgeprinzip für den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger und dem Schutz der Umwelt gerecht werden. Bereits neunzig andere „pestizidfreie Kommunen“ in Deutschland haben ähnlich gehandelt“, erläutert Hildebrandt.


Die SPD-Grünen-Gruppe verweist darauf, dass mit einer künftigen Genehmigungserneuerung von Glyphosat nicht zu rechnen ist. „Deshalb ist es jetzt an der Zeit, den Ausstieg einzuleiten“ betont Dr. Hans-Peter Ludewig – Mitglied der Grünen. „Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Diese Einstufung bestätigt frühere Hinweise auf eine gesundheitsschädigende Wirkung, an der wir nicht vorbeigehen können und wollen.“
Der Antrag der Gruppe SPD - Grüne sieht vor, dass die Samtgemeinde Schwarmstedt ab dem 01.04.2018 bei allen Flächen unter ihrer Bewirtschaftung bzw. Verantwortung auf den Einsatz von Herbiziden mit dem Wirkstoff Glyphosat verzichtet. Beim Abschluss neuer Pachtverträge für landwirtschaftlich genutzte Flächen und bei der Verlängerung von Pachtverträgen soll eine Klausel die Pächter zum vollständigen Verzicht auf den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln auf diesen Flächen verpflichten. Die Mitgliedsgemeinden werden gebeten, ebenfalls auf den Einsatz des krebsverdächtigen und biodiversitäts-schädlichen Herbizidwirkstoffs Glyphosat zu verzichten.

„Es geht auch ohne, deshalb können wir heute schon damit anfangen“, erläutert Jürgen Hildebrandt. „Wenn die meisten Bau- und Gartenmarktunternehmen wie toom, OBI und Bauhaus Glyphosatprodukte bereits aus ihren Sortimenten gestrichen haben ist es allein noch eine Frage der Information, dass auch Privatgärtner auf diese gesundheitsschädlichen Pestizide verzichten können.“

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